Lieber Nutzer unserer neuen App OutBank 2,

mit diesem offenen Brief möchten wir Ihnen Informationen zum neuen OutBank 2 und zur aktuellen Situation geben.

Der Grund hierfür sind die Rezensionen und Rückmeldungen über Twitter, Facebook und E-Mail in den letzten 3 Wochen. Viele Kunden berichteten, dass speziell die Nutzung der Funktion “sicherer iCloud-Sync” nicht zufriedenstellend läuft.

Alle 10 Team-Mitglieder haben in den letzten Monaten mit voller Motivation und Enthusiasmus daran gearbeitet, dass das neue OutBank 2 für iOS und OS X Ihren Ansprüchen gerecht wird. Dies geschah mit dem Ziel, dass Sie mit unseren Apps noch zufriedener werden.

Die Herausforderung war und ist für uns, eine neue App zu entwickeln, die an den Erfolg von iOutBank anknüpft. Und nein, wir hatten nicht im Sinn, nur “schnell mal” nach vier Jahren kostenloser Updates etwas Geld mit einer neuen App zu verdienen. Neue Sicherheitsanforderungen, neue Betriebssystemversionen und vor allem auch neue Funktionen sind mit dem alten iOutBank schlichtweg nicht mehr sinnvoll machbar gewesen. Vier Jahre sind in der IT-Welt ein halbe Ewigkeit. 

Im Speziellen hatten viele Kunden immer wieder den Wunsch nach einer sicheren Synchronisation ihrer Daten über Apple’s iCloud-Dienst geäußert. Hierzu war es erforderlich, große Teile der Anwendung umzubauen und neu zu konzipieren. Der iCloud-Dienst von Apple sorgt dafür, dass die Daten in der iCloud abgelegt werden und auf allen zugeordneten Geräten bei Bedarf zur Verfügung stehen. Dies geschieht automatisch, sofern eine Internetverbindung besteht. Ansonsten werden die Daten erst später übertragen.

Apple bietet zum Speichern von Daten eine Schnittstelle namens CoreData an. Leider geschieht dies jedoch standardmäßig unverschlüsselt. Wir haben deshalb eine CoreData-Erweiterung namens “Secure Incremental Store” entwickelt, die es uns ermöglicht, die Daten verschlüsselt auf dem iPhone, iPad oder auch Mac zu speichern.

Apple bietet uns Entwicklern auch die Möglichkeit, Daten über eine spezielle CoreData iCloud-Schnittstelle auf unterschiedliche Geräte zu synchronisieren. Jedoch empfiehlt Apple auch, diese nicht für sensible Daten zu nutzen, ohne sie vorher zusätzlich zu verschlüsseln. Letzteres haben wir in monatelanger Arbeit realisiert, d.h. alle OutBank-Daten werden verschlüsselt in der iCloud gespeichert. Wir sorgen dafür, dass Ihre Daten zu keiner Zeit unverschlüsselt gespeichert oder übertragen werden.

Bevor wir eine neue App oder ein Update ausliefern, werden neue Funktionen mithilfe von Entwicklertests, Checklisten, automatisierten Tests und ausgewählten Beta-Testern ausgiebig geprüft. Leider ist die Anzahl der Beta-Tester sehr eingeschränkt, da Apple nur maximal 100 Geräte für diese Vorab-Tests erlaubt. Bei einem Team von 10 Personen, neuen Geräten wie zuletzt dem iPad mini oder auch defekten Geräten, können wir derzeit nur 20 Beta-Tester einsetzen. Und jeder Tester erwirbt im Schnitt einmal im Jahr ein bis zwei neue Geräte wie z.B. ein neues iPhone oder iPad. Aufgrund dessen standen uns bereits nach 5 Monaten keine freien Plätze mehr zur Verfügung, um weitere Beta-Tester bzw. deren Geräte aufzunehmen. Unter diesen Rahmenbedingungen wurde auch der sichere iCloud-Sync getestet. Bei unseren abschließenden Tests konnten keine schwerwiegenden Probleme festgestellt werden. Sonst hätten wir und auch Apple keine Version freigegeben. Für uns war nicht absehbar, dass die iCloud-Unterstützung bei vielen Kunden nur eingeschränkt oder gar nicht funktionieren würde.

Folgende Probleme können wir inzwischen eingrenzen:

1. OS X: Auf dem Mac läuft ein Systemdienst, um die Daten aus der iCloud zu kopieren bzw. synchron zu halten. Dieser Dienst kann unerwartet seine Arbeit einstellen, und es werden keine iCloud-Daten mehr übertragen. 

Abhilfe: Der betreffende Dienst muss durch den Nutzer neu gestartet werden. Dies erfolgt entweder mit dem Befehl “killall ubd” auf dem Terminal oder durch Neustarten des Rechners.

2. iOS: Auf einem unserer iPads (3. Generation, Retina) konnten wir inzwischen reproduzierbar feststellen, dass ein ähnlicher Dienst wie unter Punkt 1 ebenfalls nach kurzer Zeit keine Daten mehr aus der iCloud lädt. Apple wurde inzwischen darüber informiert.

Abhilfe: Nach einem Neustart des Geräts funktioniert der Dienst wieder.

3. iOS/OS X: Unter bestimmten Umständen kam es beim Import der Daten zu Duplikaten. Im Speziellen waren dies “Umsätze” oder auch vereinzelt “Konten”. 

Abhilfe: Dies haben wir mit Version 2.0.2 größtenteils behoben. Für iOS ist dieses Update bereits verfügbar. Das Update für OS X wird hoffentlich in den kommenden Tagen freigegeben. Wir haben jedoch auf den Freigabeprozess von Apple keinerlei Einfluß.

4.  iOS/OS X: Die Daten werden durch Apple nicht vollständig aus der iCloud geladen und der Abgleich muß durch OutBank automatisch erneut initiiert werden. Es entsteht der Eindruck, dass nichts passiert. OutBank versucht jedoch im Hintergrund die Daten aus der iCloud abzurufen. 

Abhilfe: Meist hilft hier das Verlassen und erneute Starten von OutBank.

5. iOS: Die Synchronisation der Daten geschieht nur langsam bzw. kann aufgrund der unterschiedlichen Netzwerke und Übertragungsgeschwindigkeiten mehr Zeit in Anspruch nehmen, wie eigentlich gewünscht oder erwartet. 

Abhilfe: Solange OutBank das “Cloud”-Symbol anzeigt, werden Daten aus der iCloud geladen bzw. es wird darauf gewartet, dass noch Daten aus der iCloud durch Apple zur Verfügung gestellt werden. 

 

Wie geht es weiter?

Andere App-Entwickler wie noidentity (http://noidentityapps.com/blog/?p=905) und Jumsoft (http://www.jumsoft.com/2013/01/response-to-sync-issues/) haben wegen diverser Probleme die Unterstützung für Apple’s iCloud zurückgezogen. Diesen Schritt möchten wir nicht gehen, sondern die Funktion “sicherer iCloud-Sync” für alle Kunden fehlerfrei anbieten. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass wir gemeinsam mit Apple eine angemessene Lösung finden werden. 

Weiterhin denken wir darüber nach – zusätzlich zu Apple’s iCloud – alternative Cloud-Systeme einzubinden.

Wir danken Ihnen für die zahlreichen Zuschriften und Kommentare. 

Sie können Sich darauf verlassen, dass wir eine Lösung finden werden. 

Beste Grüsse 

Tobias Stöger, Geschäftsführer

Markus Schicker, Leiter Entwicklung

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